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Lindy Hop

Lindy Hop entstand als erster Jazztanz in den 30er-Jahren in Harlem, New York. Lindy Hop ist ein Paartanz und bedeutet grosse Bewegungsfreiheit mit höchstens fantasiebegrentzten Improvisationsmöglichkeiten - vor allem macht Lindy Hop viel Spass. Zudem lässt er dem Tanzpaar den Freiraum, den es braucht um mal über die klassische Rollenverteilung zu springen, und Erfahrungen auf der anderen Seite zu sammeln.

1927, Harlem, New York: Auf die Frage was sie da täten, antwortet ein schwarzes Tanzpaar: "Lindy Hop, natürlich!" Dies war eine Anspielung auf den Transatlantikflug von Charles Lindbergh. "Lindy hops the Atlantic" titelten die Zeitungen damals. Wo nun der Zusammenhang zwischen Tanz und Atlantiküberquerung liegt, bleibt wohl ein Rätsel. Wenigstens ist damit scheinbar geklärt, woher der Name kommt. Lindy Hop wird zu Swing getanzt, der Musik der Anfänge des Jazz. Hauptvertreter des alten Swing sind: Count Basie, Duke Ellington, Benny Goodman, Ella Fitzgerald, Cab Calloway, Glenn Miller etc. Swing erlebt jedoch in letzter Zeit einen neuen Aufschwung, und wird wieder in den Charts gespielt (z.B. Robbie Williams).

Der Grund für den Aufschwung des Swing liegt aber nicht in der Rückbesinnung auf eine musikalische Epoche, sondern ist eng mit dem Revival von Lindy Hop verknüpft. Lindy Hop wurde vor ungefähr 15 Jahren aus der Vergessenheit geholt. Junge Leute aus Schweden und England versuchten Tanzszenen aus Filmen der 40er-Jahre zu imitieren, waren aber nicht sehr erfolgreich (natürlich wurde in Filmszenen nur die technisch raffiniertesten und akrobatischen Tanzeinlagen gezeigt, und waren also für Imitationsversuche überhaupt nicht geeignet). Unabhängig voneinander machten sie sich in den USA auf die Suche nach Tänzern und Tänzerinnen aus der Swing Ära. Sie wurden in Harlem fündig und brachten ihr Wissen nach Europa zurück. In den letzten Jahren entwickelte sich in Schweden die grösste Lindy-Szene weltweit.